Guatemala Januar - März 2013

Endlich mal wieder kann ich mich zu einem Eintrag aufraffen;

Nachdem ich endlich vollstaendig genessen bin, habe ich mich vor ca. einer Woche entschieden, nichtmehr weiter in der Schule zu bleiben.

Ich hatte dort mein erstes und bisher einziges Machoerlebnis: Ein anderer Freiwilliger, ein Guatemalteke, der aber eigentlich in Italien wohnt, kam zu mir in die Klasse. Dort hat er mich staendig unverholen angeglotzt, war total ungeduldig wenn ich sein mieses, schnelles Spanisch nicht verstanden hab und hat mir Dinge, die ich seiner Meinung nach nicht "perfecto" gemacht hab (wir mussten zusammen Stapel von Blaettern lochen und zusammenheften mit Schnueren) vor die Nase geknallt und mich angemault, ich solle das besser machen. Wenn es ihm nicht gefallen hat, wie ich was gemacht habe (zB als Deck- und Unterblatt zwei unterschiedliche Farben genommen hab, um das ganze ein bisschen bunter zu machen) hat ers manchmal auch ungefragt wieder aufgeschnitten (und eins fertig zu bekommen war echt Arbeit..), um es dann in aller Seelenruhe viel haesslicher und gaaaanz zu  machen und zu fluchen, vor den Kindern. Dazu kein Bitte und kein Danke, er wollte dann alles allein tragen (ist ja ein Mann, stark, kann das alleine, braucht keine Hilfe), wenn ich ihm gesagt hat ich kann auch was tragen wollte er das nicht und danach hat er sich dann beschwert, dass ich ihm  garnicht geholfen haette. 
Als ich dann logischerweise auch irgendwann zickig wurde, hat der Klassenlehrer gefragt ob wir ein Problem miteinander haben und da Carlo sich geweigert hat die Klasse zu wechseln bin ich dann (ihn mit boesen Blicken bedenkend) in die Dritte gegangen.

Die waren suess, haben sich gefreut und konnten ein bisschen Englisch. Wirklich helfen konnte ich aber auch nicht. Plakate gemalt, Dinge ausgedruckt, ausgeschnitten, geholt, gebracht, gewaschen, aufgeschrieben, beklebt etc... Aber in den Unterricht einbringen war auch da nicht.

 Deswegen nehme ich jetzt seit Montag wieder Spanischunterricht. Anstrengend und wirkungsvoll, wir haben das Praeteritum in 4 Tagen abgehandelt - puuuuuh!

Mittags habe ich Salsastunden bei einem schwulen Guatemalteken, der sich staendig selbst im Spiegel betrachtet, Pirouetten dreht und sehr knuffig ist. Meine Hitzebedingten Schwitzehaendchen krault er dann immer und kichert superschwul und ist sehr nachsichtig mit meiner europaeischen Trampeligkeit.

Gestern waren wir bei einem Ausflug bei Indigenafrauen, durften selbst mit der Hand Tortillas machen und Kaffe mahlen und kochen und weben. War sehr schoen, bald kommen auf Facebook auch Fotos davon

21.2.13 17:37
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


el commandante / Website (21.2.13 17:44)
gruß aus wien.
und sind in guatemala wirklich so viele guate maler (=gute maler)?.
klimt und schiele waren zum beispiel guate maler.

ist mehr so ein wortwitz. hehe

schöne zeit noch, gehabe dich wohl
thomas

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