Guatemala Januar - März 2013
Seit letzter Woche bin ich jetzt in der Schule, war aber erst 3 Mal wirklich da . Letzte Woche Montag wurde mir die Schule erstmal gezeigt, Dienstag und Donnerstag war ich da. Mittwoch, Freitag und diese Woche Montag und Dienstag bin ich wegen meinem Bauch daheimgeblieben. Ich hatte ne ziemlich miese Magenverstimmung, Bauchweh und Durchfall, so sehr, dass ich auch mein Wochenende in Semuc Champey, wo es wunderschöne Wasserfälle und kleine Seen gibt, nicht genießen konnte. Wir sind aber leider sowieso nur sehr viel gewandert und Auto gefahren, in Semuc Champey selbst hatten wir trotz 3-Tages-Ausflug nur wenige Stunden Zeit. Wegen meinem Magen (in ein paar Wochen kann ich sicher darüber lachen, wie ich wegen meinem Durchfall unseren Bus anhalten und an den Straßenrand k... musste, während mir eine Familie, die ihr Haus am anderen Straßenrand hatte, zusah, und der Hund sehr interessiert an meinen Hinterlassenschaften war ) war ich dann Montag beim Arzt. Das war ein kleines Abenteuer, weil er kein Wort Englisch sprach. Wir haben uns aber letztendlich erstaunlich gut auf Spanisch verständigt und ich habe Antibiotika bekommen, dank denen es mir inzwischen auch schon sehr viel besser geht. In der Schule finde ich es eher mittelmäßig. Ich bin ja von Nepal, wo ich 4 Klassen komplett alleine in Englisch übernehmen durfte, gewohnt, viel selbst bestimmen und organisieren zu können. Hier ist das ganz anders. Ich bin in einer ersten Klasse, in der ausschliesslich Spanisch gesprochen wird. Die Kinder bekommen wann anders zwar Englisch unterricht (ich bin nur von 8 bis 12 dort), da das Schuljahr aber grade erst angefangen hat, sprechen sie noch kein Wort. Der Klassenlehrer, der den ganzen Vormittag unterrichtet (Spanisch und Mathe), ist sehr nett, kann aber auch kein einziges Wort Englisch. Obwohl er studiert hat, hörts bei "How are you?" auf. Ich kann also das, was im Unterricht geschieht, zwar mitverfolgen, weiss aber meistens nicht ganz genau, was gerade Thema ist. Ich bekomme dann Aufgaben zugeteilt, die zwar bei der unterrichtsweise sinnvoll, aber nicht wirklich interessant oder anspruchsvoll sind (Oft muss ich in Spanisch Wörter in die Hefte vorschreiben, die die Kinder dann zum schreiben üben 20 Mal abschreiben; heute hab ich die gesamte Zeit Übungshefte zusammengebunden) Bei den Kindern selbst merkt man, dass sie aus schwierigen Verhältnissen kommen. Entweder sie sind rotzfrech, um Aufmerksamkeit zu bekommen, oder sie kommen auf die Lehrer zu, umarmen und küssen sie und kuscheln sich an sie. Auch an mich, obwohl sie mich ja noch kaum kennen. Soweit die bisherigen Erfahrungen in der Schule.
13.2.13 20:23
 


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen





Gratis bloggen bei
myblog.de




Startseite


Länderinfo Guatemala


Meine Gastfamilie


Fotos

Wo bin ich wann?

19. Januar - 02. Februar:
Sprachkurs in Antigua

03. Februar - 24. Februar:
Unterrichten in Antigua

24. Februar - 21. März:
Tierrettungsstation im Urwald von Peten

21. März - 30. März:
Rundreise Guatemala