Guatemala Januar - März 2013
Ich bin inzwischen seit 2 1,5 Wochen in ARCAS, habe also schon mehr als die Haelfte meiner Zeit dort verbracht. Einerseits gibt es nicht viel zu erzaehlen, die Tagesablaeufe sind immer gleich und nachmittags gehen wir schwimmen, nach Flores oder lesen ganz viel und Abends sind wir frueh im Bett. Andererseits gibt es ganz viel zu erzaehlen, weil sich alles natuerlich grundlegend von Deutschland unterscheidet. Das faengt an bei hygienischen Rahmenbedingungen, die ich in Deutschland nie dulden wuerde (auf unser staendig verstopftes, ueberlaufendes Klo mit dem Klopapier nebendran in einem offenen Eimerchen wuerde ich mich zum Beispiel nie setzen, nicht das Essen essen, das in der freien Natur ueber einer dreckigen Kochstelle zubereitet wurde oder mit von den Voegeln verkackten Tshirts (das passiert so hjaeufig, dass man sich 5 Mal am Tag umziehen muesste, wollte man das vermeiden) rumlaufen. Hier ist es aber einfach so. Weiter geht es mit der vielen koerperlichen Arbeit, an die ich mich zwar ein bisschen gewoehnt habe, die mich aber natuerlich nach wie vor dazu bringt, schwitzend und hechelnd mit 15 bis 25kg auf dem Ruecken ueber Treppen, schlafende Hunde und Baumwurzeln zu stolpern. Das beeindruckendste sind aber die Tiere. Das ist ein bisschen wie ein Zoopraktikum, nur, dass die Tiere wirklich wild sind (zumindest die meisten). Das merkt man daran, dass sie im Normalfall nicht schmusen wollen (bis auf die Spinnenaffenbabys, die hartnaeckig meine Beine hochklettern), sondern entweder Angst haben oder aber angreifen. Beim Verteilen vom Futter der Papageien hat mich gestern einer so dolle gebissen, dass ich einen grossen blauen Fleck davon getragen habe. Normalerweise fliegen sie nur mit ausgefahrenen Krallen auf den Kopf, was halb so schlimm ist, oder ziehen mit ihren Schnaebeln an Haaren und Kleidung. Auch mit dem Wildschwein, das sich immer an einem reibt, dem zutraulichen Reh, den Bruellaffenbabys, den Tukanen usw zu arbeiten, macht tierisch Spass. Um Jaguare, Pezoten, Ozelots, Krokodile, Waschbaeren usw, also alle gefaehrlichen Tiere, kuemmern sich die 6 Festangestellten. Auch bei Tierbehandlungen und Obduktionen duerfen wir regelmaessig zusehen, manchmal auch ein bisschen assestieren. Im Moment sind wir ca. 15 Freiwillige, aber Sonntag kommen 15 weitere. So viele waren wir bis jetzt noch nie. Im Normalfall waren wir um die 10, als wir 6 Leute waren, gab es sehr, sehr sehr viel Arbeit. Naechste Woche wahrscheinlich eher wenig. Im Allgemeinen sind wir eine coole Gruppe, nur manchmal gibt es Stoerenfriede, die ueber die viele Arbeit, das Essen oder darueber meckern, dass wir so frueh aufstehen muessen. Bis jetzt sind diese Leute aber nach hoechstens einer Woche wieder gegangen, also Friede Freude Eierkuchen. Als Highlights in den vergangenen Tagen waren wir am Samstag weg, was ziemlich heftig war, weil wir mit unserem Chef zusammen Alkohol getrunken haben, sich keiner rausreden konnte und er so viel vertraegt. Wir sind dann um 2 nachts mit dem Boot irgendwie heimgekommen und mussten um halb sieben wieder mit der Arbeit anfangen. Hui! Am Dienstag war ich mit der Hannah, die witzigerweise aus Waldkirch kommt, in Tikal. Das war schoen und beeindruckend, aber leider war kein so tolles Wetter, mit Sonnenuntergang war da dann nicht so viel. Diese Woche waren auch Leute da, die eine Studie ueber Fledermaeuse machen. Die haben die dann eingefangen, ihnen Blut entnommen, sie gewogen, gemessen usw und sie dann wieder freigelassen. Auch von den Fledermaeusen, die Blut grosser Saeugetiere trinken, haben wir ein paar Hautnah gesehen. Super cool. Heute ist ein langer Florestag, wir bleiben von 15 bis 20 Uhr hier und essen StreetFood als Abendessen. Anfangs hat das meinen Magen ziemlich durcheinander gewirbelt, aber jetzt freu ich mich sehr auf Tostadas (Tres para Cinqo, Drei fuer Fuenf Quetzales, also Fuenfzig Cent).
15.3.13 00:37


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Sonntag morgen bin ich nach fast 9-stuendiger Fahrt von Antigua ueber Guatemala City in Flores angekommen. Um 5 Uhr morgens hat uns der Bus abgesetzt und dann haben wir 2h in einem Hotel gewartet und dort gefruehstueckt. Angekommen im urwald, nach nur 5;minuetiger Bootsfahrt haben wir uns dann erstmal haeuslich eingerichtet und haben dann gleich angefangen zu arbeiten.

Mein Tagesablauf hier sieht so aus:
6:00 Uhr Aufstehen
6:30 Erste Schicht bei den Tieren (Kaefige Putzen, Essen richten, fuettern, alles wieder in Ordnung bringen)
8:00 Uhr Fruehstueck
9:00 Uhr Arbeit, die ansteht (zB Volunteerhaus putzen, Wege freiraechen, Schafskaefig reinigen (die werden an die Fleischfresser verfuettert) usw usf)
11:00 Uhr zweite Schicht bei den Tieren
13:00 Uhr Mittagessen
14:00 Letzte Schicht bei den Tieren

 

danach ist Freizeit. Um 6 Uhr gibt es Abendessen und um 9 sind wir eigentlich alle im Bett, weil wir ziemlich erledigt sind.
Die Arbeit ist koerperlich sehr anstrengend, vorallem, weil es hier schonmal 30 Grad hat (nachts wird es aber gottseidank so kuehl, dass man ohne Decke angenehm schlafen kann), und am Anfang dachte ich, dass ich das nie so lange aushalte, aber inzwischen gewoehne ich mich schon daran.|
Es gibt hier auch Internet, dass ich meistens in den Pausen, die vormittags bleiben (wenn wir fuer die Tiere zB nur 1,5 statt 2 Stunden brauche) benutze oder nach der Arbeit (also schreibt mir ruhig auf Facebook, whatsapp oder meine Mailadresse Nachrichten, ich freue mich!). Da sind wir meistens am See, schlafen oder lesen. Montag und Donnerstag (also heute Nachmittag wieder) kommt auch ein Boot und bringt uns nach Flores.

 

Mehr Infos zu den Tieren, der Arbeit und ueberhaupt allem und Fotos auf Facebook kommen ganz bald.
Jetzt steht erstmal die zweite Tierschicht an!

28.2.13 17:50


Endlich mal wieder kann ich mich zu einem Eintrag aufraffen;

Nachdem ich endlich vollstaendig genessen bin, habe ich mich vor ca. einer Woche entschieden, nichtmehr weiter in der Schule zu bleiben.

Ich hatte dort mein erstes und bisher einziges Machoerlebnis: Ein anderer Freiwilliger, ein Guatemalteke, der aber eigentlich in Italien wohnt, kam zu mir in die Klasse. Dort hat er mich staendig unverholen angeglotzt, war total ungeduldig wenn ich sein mieses, schnelles Spanisch nicht verstanden hab und hat mir Dinge, die ich seiner Meinung nach nicht "perfecto" gemacht hab (wir mussten zusammen Stapel von Blaettern lochen und zusammenheften mit Schnueren) vor die Nase geknallt und mich angemault, ich solle das besser machen. Wenn es ihm nicht gefallen hat, wie ich was gemacht habe (zB als Deck- und Unterblatt zwei unterschiedliche Farben genommen hab, um das ganze ein bisschen bunter zu machen) hat ers manchmal auch ungefragt wieder aufgeschnitten (und eins fertig zu bekommen war echt Arbeit..), um es dann in aller Seelenruhe viel haesslicher und gaaaanz zu  machen und zu fluchen, vor den Kindern. Dazu kein Bitte und kein Danke, er wollte dann alles allein tragen (ist ja ein Mann, stark, kann das alleine, braucht keine Hilfe), wenn ich ihm gesagt hat ich kann auch was tragen wollte er das nicht und danach hat er sich dann beschwert, dass ich ihm  garnicht geholfen haette. 
Als ich dann logischerweise auch irgendwann zickig wurde, hat der Klassenlehrer gefragt ob wir ein Problem miteinander haben und da Carlo sich geweigert hat die Klasse zu wechseln bin ich dann (ihn mit boesen Blicken bedenkend) in die Dritte gegangen.

Die waren suess, haben sich gefreut und konnten ein bisschen Englisch. Wirklich helfen konnte ich aber auch nicht. Plakate gemalt, Dinge ausgedruckt, ausgeschnitten, geholt, gebracht, gewaschen, aufgeschrieben, beklebt etc... Aber in den Unterricht einbringen war auch da nicht.

 Deswegen nehme ich jetzt seit Montag wieder Spanischunterricht. Anstrengend und wirkungsvoll, wir haben das Praeteritum in 4 Tagen abgehandelt - puuuuuh!

Mittags habe ich Salsastunden bei einem schwulen Guatemalteken, der sich staendig selbst im Spiegel betrachtet, Pirouetten dreht und sehr knuffig ist. Meine Hitzebedingten Schwitzehaendchen krault er dann immer und kichert superschwul und ist sehr nachsichtig mit meiner europaeischen Trampeligkeit.

Gestern waren wir bei einem Ausflug bei Indigenafrauen, durften selbst mit der Hand Tortillas machen und Kaffe mahlen und kochen und weben. War sehr schoen, bald kommen auf Facebook auch Fotos davon

21.2.13 17:37


Seit letzter Woche bin ich jetzt in der Schule, war aber erst 3 Mal wirklich da . Letzte Woche Montag wurde mir die Schule erstmal gezeigt, Dienstag und Donnerstag war ich da. Mittwoch, Freitag und diese Woche Montag und Dienstag bin ich wegen meinem Bauch daheimgeblieben. Ich hatte ne ziemlich miese Magenverstimmung, Bauchweh und Durchfall, so sehr, dass ich auch mein Wochenende in Semuc Champey, wo es wunderschöne Wasserfälle und kleine Seen gibt, nicht genießen konnte. Wir sind aber leider sowieso nur sehr viel gewandert und Auto gefahren, in Semuc Champey selbst hatten wir trotz 3-Tages-Ausflug nur wenige Stunden Zeit. Wegen meinem Magen (in ein paar Wochen kann ich sicher darüber lachen, wie ich wegen meinem Durchfall unseren Bus anhalten und an den Straßenrand k... musste, während mir eine Familie, die ihr Haus am anderen Straßenrand hatte, zusah, und der Hund sehr interessiert an meinen Hinterlassenschaften war ) war ich dann Montag beim Arzt. Das war ein kleines Abenteuer, weil er kein Wort Englisch sprach. Wir haben uns aber letztendlich erstaunlich gut auf Spanisch verständigt und ich habe Antibiotika bekommen, dank denen es mir inzwischen auch schon sehr viel besser geht. In der Schule finde ich es eher mittelmäßig. Ich bin ja von Nepal, wo ich 4 Klassen komplett alleine in Englisch übernehmen durfte, gewohnt, viel selbst bestimmen und organisieren zu können. Hier ist das ganz anders. Ich bin in einer ersten Klasse, in der ausschliesslich Spanisch gesprochen wird. Die Kinder bekommen wann anders zwar Englisch unterricht (ich bin nur von 8 bis 12 dort), da das Schuljahr aber grade erst angefangen hat, sprechen sie noch kein Wort. Der Klassenlehrer, der den ganzen Vormittag unterrichtet (Spanisch und Mathe), ist sehr nett, kann aber auch kein einziges Wort Englisch. Obwohl er studiert hat, hörts bei "How are you?" auf. Ich kann also das, was im Unterricht geschieht, zwar mitverfolgen, weiss aber meistens nicht ganz genau, was gerade Thema ist. Ich bekomme dann Aufgaben zugeteilt, die zwar bei der unterrichtsweise sinnvoll, aber nicht wirklich interessant oder anspruchsvoll sind (Oft muss ich in Spanisch Wörter in die Hefte vorschreiben, die die Kinder dann zum schreiben üben 20 Mal abschreiben; heute hab ich die gesamte Zeit Übungshefte zusammengebunden) Bei den Kindern selbst merkt man, dass sie aus schwierigen Verhältnissen kommen. Entweder sie sind rotzfrech, um Aufmerksamkeit zu bekommen, oder sie kommen auf die Lehrer zu, umarmen und küssen sie und kuscheln sich an sie. Auch an mich, obwohl sie mich ja noch kaum kennen. Soweit die bisherigen Erfahrungen in der Schule.
13.2.13 20:23


Mein Wochenende war sehr interessant.
Samstag war ich auf dem Markt - obwohl ich dort schon mal ein paar Mal war, war es unheimlich beeindruckend. Am.Wochenende ist dort, logisch, auch nochmal viel mehr los als unter der Woche.
Der Bereich mit den Tourisachen ist schon sehr hektisch und aufregend ("Que busca?" "Tengo bolsas" "Wä-i gud breis fo ju!" "HOOOOLA señorita, aqui, aqui!" von allen Seiten), aber wenn man in die Bereiche kommt, in denen die Guatemalteken einkaufen, wird es sehr abenteuerlich. Die Menschen, die Kleidung und Kosmetik verkaufen, sind meist innen. "Innen" heisst in dem Fall, dass sich in einer Art riesigen Halle, also Wellblechdächern auf Holzpfählen und weit und breit kein Tageslicht, Verkäufer, Waren und Kunden drängen. Da manche Familien nur ihren Stand und keine Wohnung haben, sieht man auch Kinder fernsehen, Leute schlafen, essen oder Zähne putzen. Die Gänge sind winzig und eng, die Luft stickig. Aber kein vergleich zum Fleischbereich, wo die Fliegen mit den Händen vom verrottenden Fleisch und den Blutlachen vertrieben werden.
Obst und Gemüse wird in einer unglaublichen Vielfalt meist unter freiem Himmel verkauft. Die Menschen mit den gefälschten Uhren und ebensolchen Medikamenten stehen, immer Wegrennbereit, mit Klappkoffern daneben.
Und überall soviele Menschen, dass man sich kaum fortbewegen kann.

Abends hat mich Sophie zur Familienfeier ihres Salsalehrers eingeladen. Aufgrund irgendeines Brauchs wurde 8 Tage lang gebetet und dann gefeiert - aber wie!
Das ganze fing mit Essen (traditionelle Maispampe) und trinken (Pappsüßer Punsch) an. Dann wurden seltsame, bunte Eier verteilt. Wie sich herausstellte, waren die ausgeblasen und mit klitzerigem, klebrigen Konfetti gefühlt und dafür gedacht, sie anderen auf den Kopf zu schlagen. Und, anders als an Fastnacht in Deutschland, gab es keine Spielverderber. Die Omas mit perfekt sitzender Dauerwelle haben genau so mitgemacht wie die kleinsten Kinder. Das ganze hat sicher eine Stunde gedauert und danach gab es Kuba Libre und Musik. Die Leute haben getanzt - aber wer und wie! Alle Salsa, und der Held des Abends war ein Mann über 80, der mit jeder Dame der Fiesta, von 2 bis 90, einmal getanzt hat. Ein kleines Mädchen wollte ständig von mir mit Eiern gejagt werden oder mit mir tanzen (und das hatte die ca. 6-jährige echt im Blut!) und alles in allem war das ein toller Abend. Ich überlege nun auch, Salsastunden zu nehmen, so cool sah das aus und soviel Spaß hat das gemacht. Sicher einer der wenigen "echten" Erlebnisse hier.

Heute hab ich viel gefuttert - morgens war ich mit Penny, der 68-jährigen Amerikanerin, die auch hier wohnt, frühstücken und dann haben wir uns eine Mayaausstellung in der spanischen Botschaft angesehen. Mittags war ich mit Anna und Katharina nach dem Bummeln Bagels essen und grade mit den Heimgekehrten vom Wochenendtrip zum Atitlansee Pizza essen. Jetzt bin ich satt - und müde. Gute Nacht!
4.2.13 05:06


Diese Woche war sehr chillig und ruhig. Dienstag hatte ich den ganzen Tag Sprachkurs und gestern fiel er für mich aus, weil sich mein Magen gegen die ganzen Frijoles gewehrt hat. Ansonsten war ich viel in den Parks, hab lange oder früh geschlafen und bin durch die Stadt gebummelt. Donnerstag früh haben wir uns eine Kaffeeplantage (Kaffee stinkt. Anders kann man das nicht sagen.) und ein Musikmuseum angesehen, beides ziemlich cool.
Da morgen, am 2.2.,.erst das Ende der Weihnachtszeit ist, gab es heute im Parque Central ein großes Fest. Das war ziemlich chillig, Weihnachten ohne Jacke unter Palmen verabschieden Ich hab dort auch einen coolen Kerl gefunden, der mir eine wunderbare Dreadlock gemacht hat
Da ich die ganze Woche nicht dabei war, als die anderen weg gegangen sind (alles europäisch anmutende Tanzschuppen mit MTV-Musik.. nichts für mich) wollte ich heute Abend eigentlich was trinken - aber um 10 war der ganze Spaß dann leider schon vorbei.
1.2.13 23:13


So, mein Wochenendausflug ist fertig und ich genau so. Wir sind insgesamt sicher 18 oder 20 Stunden Auto gefahren. Es war beeindruckend, auf der Panamericana zu fahren und dort wunderschöne Lanschaften und oft am Straßenrand typische Armenviertel zu sehen (wobei sogar die heruntergekommenen Wellblechhütten was schönes behalten, wenn rundherum Palmen und die buntesten Blüten wachsen), die Überholmanöver waren zum Teil abenteuerlich, aber mit Bob Marley im Cd-Player und drei unglaublich gut gelaunten Guatemalteken als Reisebegleiter war das auszuhalten. Freitag Abend sind wir im beschaulichen Copan angekommen, einer Kleinstadt,die in allem an Antigua erinnert. Der Grenzübergang nach Honduras war so unkompliziert, dass es wirklich nicht verwundert, dass ständig Drogen geschmuggelt werden. Wir waren in Copan essen und was trinken und sind dann in unser Hotel gefahren, dass aussah wie die kleinere Ausgabe von Traumhotel sonstwo im Ersten. Samstag morgen haben wir uns dann die Mayaruinen angesehen - sehr hübsch und beeindruckend, Bilder folgen. Leider wurde die Mystik des ganzen ein bisschen dadurch weggenommen, dass ständig irgendwo Leute den Rasen pflegten oder Cola verkauften. Weitergefahren sind wir zu einem Vulkan, auf den wir in der Hitze des Mittags eine Stunde hochwandern mussten - und zwar wirklich das, - wandern -, teilweise klettern. Als wir endlich oben am Vulkansee waren, wo der Wind unglaublich stark war, war es auch schon dunkel. Mich hat das nicht daran gehindert, trotzdem noch in den See zu springen, alle anderen bis auf Florian aber schon. Wegen dem Wind und der Höhe haben wir nachts alle unglaublich gefroren. Da Anna und ich beschlossen hatten, je eine Dreadlock zu wollen, hat Linda mir noch eine Stunde in den Haaren rungefummelt, aber ohne Erfolg, das ganze hat sich dann am nächsten Tag beim Kämmen wieder aufgelöst. Nachdem ein einheimischer Junge (ca. 7), der mit seiner Familie dort oben wohnte, mit uns Ball gespielt hat und dabei eine ziemlich bestimmende Machotour abgezogen hat(sehr amüsant), was hier bedeutend seltener ist, als man denkt, sind wir dann in unsere Zelte gegangen und haben versucht zu schlafen, bei der Kälte und dem Wind aber eher erfolglos. Sonntag haben wir bis auf Abstieg und Heimfahrt nicht mehr viel gemacht. Nach dem wir zurück in Antigua noch einen Hamburger essen (gabs auch vegetarisch) und was trinken waren, bin ich gegen 11 total müde eingeschlafen. Heute war der erste Tag, an dem ich ausschlafen konnte, dafür warten jetzt noch Spanischhausaufgaben und viel, viel üben auf mich, bevor ich heute Mittag 5h Einzelunterricht habe - das wid diese Woche mit Sicherheit super anstrengend.
28.1.13 18:27


 
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19. Januar - 02. Februar:
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Rundreise Guatemala